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Ost West

Das Themenfeld "Ost-West" fragt nach den Spuren des Wechselverhältnisses zwischen dem "Orient" und dem "Westen" in der darstellenden Kunst, in Literatur und Wissenschaft. Die hier entstehenden Arbeiten zeigen den Orient einerseits als klassische Projektionsfläche, auf welcher der Westen seine eigene politische Identitätsfindung austrägt und auf die er seine verdrängten Phantasien, Wunschbilder und Vorstellungen des "Fremden" projiziert. "Orientmotive" in der europäischen Kunst zeugen von diesem Prozess. Andererseits gibt es seit Zeiten des abbsassidischen Bagdads im späten 8. Jahrhundert einen doppelten Kulturtransfer zwischen Ost und West, der eine tief greifende innere Wirkung sowohl im Osten als auch im Westen gezeitigt hat.

 

In den internationalen Werkstattreihen dieses Themenfeldes – die zum Teil auf öffentlicher Bühne stattfinden – wird die Orientalismus-Kritik, die in den siebziger Jahren von Edward Said formuliert worden ist, in verschiedenste Bereiche der darstellenden Künste und der zeitgenössischer Forschung hineingetragen. Dabei verfolgen Wissenschaftler und Künstler die Fragen der Orientalismus-Kritik im Bereich der Islamwissenschaften, der Literatur, der bildenden und darstellenden Künste bis in die politische Rhetorik der Moderne und der Gegenwart hinein. Fragen der post-nationalen und postkolonialen Identität sind ebenfalls Gegenstand dieses Themenfeldes. Werkstätten in verschiedenen Metropolen innerhalb und außerhalb Europas sind in Planung.

 





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